|
Schauspielhaus:
"Die
Bremer Stadtmusikanten"
zahlreiche
Nachmittagsvorstellungen
****
“Amadeus”
von Peter
Schaffer Premiere: 8.12.
***
Die
verlorene Ehre der Katharina Blum
nach Heinrich Böll
***
Die
Verschwörung des Fiesco zu Genua
von Friedrich Schiller
Premiere
9.2.2012
***
Nathan
der Weise
von Gotthold Ephraim Lessing

|
Einladung
zu SonnabendAbend in der WLB am 25. Februar 2012, 21.45 Uhr
Liebe Theaterfreunde,
einmal im Monat gestalten Schauspieler ein
köstliches Nachtprogramm in der WLB. Wir laden Sie und Ihre
Freunde hierzu herzlich ein. Es
heißt „Are you the favorite Person of Anybody". Der
Eintritt ist frei.
Unter der künstlerischen Leitung von Nadine
Ehrenreich erfahren wir, was es im Märchen mit der kleinen
Seejungfrau auf sich hat, die ihre Stimme opfert, um die Liebe
des Prinzen zu erlangen. Ist die Aufgabe des eigenen Selbst die
einzig erstrebenswerte Form der „wahren Liebe" ?
Die Schauspieler Lara
Beckmann, Susanne Weckerle, Jürgen Lingmann und Nikolaos
Eleftheriadis (Musik und Videos) lassen uns nachdenklich und
komödiantisch, tief in ihre Seelen blicken.
Die Veranstaltung findet im Podium I in der WLB
statt. Wenn Sie einen gesicherten Platz an einem der Tischchen
wollen, schicken Sie bis zum 23.Februar eine Mail. Dann
reservieren wir Ihren Platz, bitten aber, dass Sie spätestens
bis 21.30 Uhr da sind.
Erleben Sie die Schauspieler in dieser heimeligen
Runde einmal von einer ganz anderen Seite.
*********
Die
Verschwörung des Fiesco zu Genua
von Friedrich Schiller
Fiesco,
Graf von Lavagna, flirtet öffentlich mit Julia, Gräfin
Imperiali. Der Wert dieser Mitteilung mag zunächst nur für die
Klatschspalten gewisser Zeitungen taugen, zumal Fiesco
verheiratet ist. Ergänzt man, dass Julias hoch betagter Onkel
Andreas Doria das regierende Oberhaupt des Stadtstaates Genua
ist, wird die Sache schon interessanter. Hinzu kommt, dass
Julias Bruder Gianettino viel zu machtbewusst ist, um abzuwarten
bis ihm die Regierung zufällt. Er plant einen Umsturz. Das tun
auch die so genannten Republikaner mit Verrina an der Spitze.
Sie wollen aber eine Änderung der Staatsform, das heißt, das
gesamte Geschlecht der Doria muss weg. Bisher glaubten sie in
ihrem Unternehmen Fiesco auf ihrer Seite. Doch nun? Den Verräter
wittern beide Parteien in ihm; Gianettino geht sogar so weit,
ihn per Mordanschlag aus dem Weg räumen zu wollen. Den weiß
Fiesco selbst zu vereiteln und fortan wird der dafür gedungene
Mohr munter die Seiten wechseln und für zusätzliche Verwirrung
sorgen. Indes verschärfen sich die Fronten. Gianettino
vergewaltigt inkognito Verrinas Tochter und manipuliert die
Prokuratorenwahl zu Gunsten seines Kandidaten. Für die
Republikaner kommt dies einer Kriegserklärung gleich, doch
ihnen fehlt eine charismatische Leitfigur. Das ist Fiescos
Stunde. Er erklärt sein bisheriges Verhalten zum Täuschungsmanöver
und stellt sich an die Spitze der Verschwörung. So schnell und
hoffnungsvoll aufgestiegen, sieht er sich zu einer Entscheidung
gezwungen. Wenn der Aufstand glückt, wie soll er regieren? Als
absoluter Herrscher wie die Dorias vor ihm oder als Oberhaupt
eines demokratischen Staates, einer Republik? Auch Verrina
treiben Zukunftsgedanken um. Fiesco als Staatsoberhaupt? Da
bleibt er misstrauisch und vergibt schon mal vorsorglich einen
Mordauftrag. Fiescos Frau Leonore spürt die Gefahr für das
Leben ihres Mannes. Sie stellt ihre bedingungslose Liebe für
Fiesco dagegen. Doch für eine Umkehr ist es zu spät – der
Aufstand hat bereits begonnen. Gianettino wird darin umkommen,
auch Leonore. Fiesco entscheidet sich dafür, sich zum Herzog
ausrufen zu lassen. Doch kaum aufgestiegen, fällt er tief.
Premiere:
9.2.2012
Amadeus
von Peter Shaffer
Schon als Jugendlicher träumt Antonio
Salieri davon, ein berühmter Komponist zu werden. Der
ehrgeizige und tüchtige Musiker schafft es bis zum
Hauskomponisten am Hof von Kaiser Joseph II. und im Alter von
einunddreißig Jahren ist er verheiratet und Besitzer eines
ansehnlichen Hauses. Alles ändert sich, als Mozart in Wien
auftaucht. Irritiert von dessen flegelhaftem Benehmen, erkennt
Salieri dennoch die Genialität seines Konkurrenten, der in
atemberaubender Geschwindigkeit ein Meisterwerk nach dem anderen
komponiert. Salieri, dem jetzt seine eigene Mittelmäßigkeit
bewusst wird, entwickelt einen Hass auf Mozart und intrigiert
gegen ihn. 1791 stirbt der erst 35jährige Mozart, die
Todesursache ist unklar. Noch Jahrzehnte danach plagt Salieri
sein Gewissen – hat er seinen Gegner tatsächlich vergiftet?
Der Theaterkrimi des britischen Dramatikers Peter Shaffer ist
voll von wunderbarer Musik und erzählt von zwei
leidenschaftlichen Künstlern, die unterschiedlicher nicht sein
können. 1983 wurde „Amadeus“ von Milos Forman verfilmt und
mit acht Oscars ausgezeichnet.
**********
|
Die
verlorene Ehre der Katharina Blum
nach Heinrich Böll
Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen
kann – so der Untertitel der 1974 in der heißen Phase
der deutschen Studentenbewegung und des RAF-Terrorismus
erschienenen Erzählung von Heinrich Böll. Die Studie über
die sublimen Verflechtungen von Politik, Wirtschaft und
den nicht immer unabhängigen Medien ist schockierend
zeitlos. Katharina Blum ist Ende Zwanzig, geschieden und
hat sich durch mehrere Jobs einen bescheidenen Wohlstand
erarbeitet. Auf einer Party ihrer Tante lernt sie den
Bundeswehrdeserteur Ludwig Götten kennen, der wegen
Raubes bereits observiert wird. Die beiden verbringen die
Nacht miteinander und Katharina verhilft ihm zu einem
Unterschlupf. Schon am Morgen steht die Polizei in
Katharinas Wohnung, und sie wird in einen Strudel aus
Wahrheitssuche und Stimmungsmache gezogen. Ihr Leben wird
durchleuchtet; Worte verdrehen Tatsachen und moralische
Prinzipen stehen neben einem öffentlichen Interesse, das
der Boulevardjournalist Werner Tötges vertreten will.
Katharina Blum kann in diesem Strudel nur selbst zur
Gewalt greifen.
*******
Nathan
der Weise
von Gotthold Ephraim Lessing
Jerusalem, 1192: König Richard Löwenherz
und Sultan Saladin haben einen vorübergehenden
Waffenstillstand beschlossen. Von jetzt an leben hier
Juden, Christen und Moslems zusammen. Doch die
gegenseitigen Vorbehalte sind groß, denn alle drei
erheben Anspruch auf die heiligen Stätten: Die Juden,
weil sie dort schon am längsten lebten; die militärisch
überlegene moslemische Besatzungsmacht und die
christlichen Eroberer. Als Nathan von einer Geschäftsreise
zurückkehrt, erfährt er, dass ein junger Tempelherr
seiner Tochter Recha während seiner Abwesenheit das Leben
gerettet hat. Nathan überzeugt den sturen, antijüdischen
Retter, den Dank seiner Tochter anzunehmen, worauf sich
die beiden ineinander verlieben. Währenddessen freunden
sich auch Sultan Saladin und Nathan an, der mit seiner
Ringparabel die Absurdität von Religionskriegen überzeugend
darlegt. Lessings 1779 erschienenes Ideendrama erzählt märchenhaft,
philosophisch und nicht ohne Humor von der Utopie einer
toleranten Gesellschaft und ist ein zeitloses Plädoyer
gegen Fanatismus.
|
|
Schauen
Sie in das neue Programm der WLB. Es lohnt sich!

|