Die Räuber
Ein unvergessliches Treffen mit den Esslinger „Räubern“
am Montag, 11. Mai, 18 Uhr auf dem Hengstenberg-Gelände mit rund 70 Vereinsmitgliedern
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Dass Friedrich Schiller als gebürtiger Schwabe natürlich einen ganz speziellen Stellenwert in Baden-Württembergs Theatern einnimmt und seine Stücke mittlerweile nicht mehr aus den Spielplänen wegzudenken sind, ist längst kein Geheimnis mehr.

So erinnert auch in diesem Jahr die Württembergische Landesbühne Esslingen mit der Aufführung von Schillers Erstlingswerk „Die Räuber“ daran, dass dieser besondere Autor vor genau 250 Jahren in Marbach am Neckar das Licht der Welt erblickte.
Die hohe Anzahl der Kartenbuchungen für „Die Räuber“, die in einer großen Lagerhalle des Esslinger Unternehmens Hengstenberg aufgeführt wurden, lässt sich auch dadurch erklären, dass zum ersten Mal auch Esslinger Bürger und Laiendarsteller in einer großen Produktion der WLB mitspielen dürfen.Wochenlange Proben liegen hinter den rund 50 Akteuren und die Laien mussten viel zusätzliche Zeit für dieses einmalige Projekt investieren. Dass keiner jedoch diese harte Arbeit bereute und sich der Aufwand lohnte, zeigte sich bei allen Vorführungen.

Dass Schillers „Räuber“ auch ein dankbarer Bühnenstoff sind, der sich in unterschiedlichster Form umsetzen lässt, zeigt sich auch bei Lutz Gotters Inszenierung.
  
  Mit einem Glas Sekt stießen Schauspieler und die rund 70 Vereinsmitglieder auf den gelungenen Abend an.

Der Vereinsvorsitzende, Bernd Daferner, begrüßte alle Teilnehmer und rief dazu auf, die Barrieren zwischen Darstellern und Zuschauern noch mehr abzubauen und in einen Dialog zu treten. Dieses Angebot wurde von den rund 70 Vereinsmitgliedern dankend angenommen und so wurde noch rund 2 Stunden auf der Bühne diskutiert.
Besonders gelobt wurden die beiden Hauptdarsteller: Roman Hemetsberger, der sich im Laufe seiner Zeit an der WLB Esslingen zum Publikumsliebling mauserte und besonders von den weiblichen Zuschauerinnen umschwärmt wurde und „Bösewicht“ Michael Günther, der dem Publikum auch als „Dr. Dillamonth“ aus dem Musical „Wicked“ bekannt sein könnte. Seine Interpretation des „Franz“ wurde von allen Beteiligten gelobt.

Dass sich besonders die Laiendarsteller über den Austausch mit dem Publikum freuten, war ihnen anzumerken. So erfuhren alle, wie intensiv doch die lange Probenphase ausfiel, wie stark die Gemeinschaft der „Räuber“ wurde und dass solch ein Experiment von jedem nochmals aktiv unterstützt werden würde!

„Die Räuber“ hautnah – für alle Beteiligten war dieser Abend nicht nur ein kultureller Hochgenuss, sondern auch ein großer Schritt in eine neue Richtung: Theater zum Anfassen und Erleben!       
Franziska Maier
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